In unserem heutigen Blog-Bericht möchten wir über wichtige Begriffe und Redewendungen, die beim Thema KFZ Gutachten immer wieder auftauchen, aufklären. Denn viele wichtige Dinge werden nach einem Unfall oft vergessen, man versteht nicht was gemeint ist oder man weiß gar nicht, dass es bestimmte Dinge überhaupt gibt. Deshalb bringen wir wieder etwas Licht ins Dunkel der Begriffswelt eines Sachverständigen – mit diesem Gutachter-Lexikon. Das Lexikon werden wir Stück für Stück erweitern, um umfassende Informationen zu sammeln und Interessierten zur Verfügung zu stellen.

Altschäden

Ein sog. „Altschaden“ ist ein Schaden an einem KFZ oder sonstigem Fahrzeug, der noch vorhanden ist, also nicht repariert wurde. Nicht zu verwechseln mit dem „Vorschaden“: Vorschäden sind auch Schäden am Fahrzeug, diese wurden jedoch – in welcher Form auch immer – bereits repariert. Die Instandsetzung muss nicht fachgerecht erfolgt sein, auch eine grobe Reparatur reicht aus, um einen Vorschaden zu definieren.

Nutzungsausfall

Als „Nutzungsausfall“ wird die Situation und Zeitspanne nach einem Unfall beschrieben, in dem man sein Fahrzeug nicht benutzen kann. Ein Nutzungsausfall kann nur geltend gemacht werden, wenn man wirklich auf das Fahrzeug angewiesen ist, d.h. man muss es auch wirklich regelmäßig nutzen. Liegt ein begründeter „Nutzungswille“ vor (hier reicht z.B. wenn man die Kinder zur Schule fahren muss o.ä.), hat man als Geschädigter Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung.

Nutzungsausfallentschädigung

Wenn Sie Opfer eines Unfalls geworden sind und nicht selbst Verursacher, steht Ihnen für die Zeit der Reparatur eine Nutzungsausfallentschädigung zu. Je nach Fahrzeug, Alter, Modell etc. gibt es verschiedene Nutzungsausfall-Gruppen, nach denen berechnet wird, wieviel Geld der Geschädigte pro Ausfalltag bekommen kann. In der Regel liegen die Tagessätze bei PKW zwischen 23.- (Nutzungsausfall-Gruppe A) und 175.- Euro (Gruppe L). Bei Motorrädern kann man pro Tag zwischen 10.- und 65.- Euro bekommen (hier auch nur wenn ein begründeter „Nutzungswille“ besteht und das KR nicht nur in der Freizeit gefahren wird).